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Stipendien in der Schweiz 2026: Die große Datenbank-Übersicht für Studierende

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Stipendien in der Schweiz 2026: Die große Datenbank-Übersicht für Studierende

Wer in der Schweiz studiert oder ein Studium plant, steht vor einer strukturellen Besonderheit: Ein nationales Ausbildungsförderungsgesetz wie das deutsche BAföG existiert nicht. Stattdessen ist die Stipendien Schweiz Datenbank-Landschaft außerordentlich vielschichtig — 26 Kantone mit je eigenen Ausbildungsbeitragsregelungen, Bundesstipendien für internationale Forschende, eine private Stiftungsszene mit über 13.000 Organisationen und mehrere spezialisierte Suchdatenbanken. Diese Übersicht bündelt alle zentralen Quellen mit direkten offiziellen Links, damit weder Frist noch Fördertopf übersehen wird.

Die hier aufgelisteten Quellen sind öffentlich zugänglich, regelmäßig gepflegt und entsprechen dem Stand des Studienjahres 2026/27. Die Seite eignet sich als Ausgangsressource für Studienberatungen, universitäre Finanzierungsseiten und Studierendenblogs.

Das Wichtigste in Kürze: Stipendien in der Schweiz kommen aus drei Hauptquellen. Erstens: kantonale Ausbildungsbeiträge (rund CHF 350 Millionen jährlich, Anlaufstelle EDK). Zweitens: die eidgenössischen Bundes-Exzellenz-Stipendien (ESKAS, für internationale Forschende auf Doktorats- und Postdoktoratsebene). Drittens: private Stiftungen und Hochschulfonds. Einstiegspunkt für die eigene Suche ist stipendium.ch.

1. Kantonale Stipendien — der Hauptweg für Schweizer Studierende

Die Vergabe von Ausbildungsbeiträgen (Stipendien und zinsgünstige Darlehen) liegt in der Schweiz verfassungsgemäß bei den Kantonen. Das Stipendienkonkordat der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) von 2009 harmonisiert Mindeststandards, überlässt aber Beträge, Antragsverfahren und Einkommensgrenzen den einzelnen Kantonen.

Finanzflüsse im Schweizer Bildungswesen 2021: Verteilung der Bildungsausgaben zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden als Grundlage für kantonale Ausbildungsbeiträge
Quelle: LUSTAT Statistik Luzern, Bildungsbericht 2024 (Daten: BFS 2021) — Finanzierungsstruktur des Schweizer Bildungswesens über alle Staatsebenen

Anspruchsberechtigung — wer kann beantragen?

  • Schweizer Staatsangehörige mit Wohnsitz im Heimatkanton
  • EU- und EFTA-Bürgerinnen und -Bürger nach mindestens fünf Jahren Wohnsitz in der Schweiz
  • Anerkannte Flüchtlinge und Staatenlose gemäß kantonalen Regelungen

Das Gesuch wird beim Wohnsitzkanton der Eltern eingereicht, nicht am Studienort. Maßgeblich sind Familieneinkommen, Ausbildungskosten und Lebenshaltungsaufwand am Studienort. Kantonale Stipendien decken grundsätzlich Bachelor- und Masterstudium sowie Passerellenangebote ab.

Kantonale Stipendienstellen — offizielle Übersicht

Die vollständige, regelmäßig aktualisierte Adressliste aller 26 kantonalen Stipendienstellen veröffentlicht die EDK:

Kanton Zuständige Stelle Besonderheit
Zürich Mittelschul- und Berufsbildungsamt, Abteilung Stipendien Online-Antrag über zh.ch
Bern Beratungsstelle Berner Hochschulen Getrennte Beratung für Hochschul- und Berufsstudierende
Basel-Stadt Erziehungsdepartement, Stipendienberatung Beiträge auch für Studierende ausserhalb BS möglich
Genf Service des bourses d’études et d’apprentissage Zweisprachige Beratung (FR/DE)
Freiburg Amt für Ausbildungsbeiträge Zweisprachiger Kanton, Antragsformulare auf FR/DE
Hinweis für DACH-Incoming-Studierende: Wer aus Deutschland oder Österreich in die Schweiz zum Studieren kommt, ohne seit mindestens fünf Jahren dort Wohnsitz zu haben, erhält keine kantonalen Stipendien. Für diese Gruppe sind private Stiftungen (Suche via stipendium.ch) und internationale Programme (DAAD, ESKAS) die relevanten Wege.

2. ESKAS — Bundes-Exzellenz-Stipendien für internationale Forschende

Die Eidgenössische Stipendienkommission für ausländische Studierende (ESKAS), angesiedelt beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), vergibt jährlich die Schweizer Bundes-Exzellenz-Stipendien. Sie richten sich an ausländische Postgraduierte und Kunstschaffende aus über 180 Partnerländern.

Geförderte Personengruppen (Akademisjahr 2026/27)

  1. Forschungsstipendium: Forschungsaufenthalte, Doktorate und Postdoktorate an Schweizer Universitäten, ETH Zürich, EPFL und Fachhochschulen. Kein Stipendium für reguläres Bachelor- oder Masterstudium.
  2. Postdoktoratsstipendium: Zwölf Monate ohne Verlängerungsmöglichkeit für hoch qualifizierte Postdocs aller Fachrichtungen.
  3. Kunststipendium: Für ausländische Kunststudierende und Kunstvermittelnde in bestimmten Länderprogrammen.

Bewerbungsprozess

  • Gesuche werden über die Schweizer Botschaft im Heimatland eingereicht — nicht direkt bei ESKAS.
  • Online-Plattform: GO-ESKAS (Zugangsdaten über die Botschaft).
  • Entscheidung ergeht jeweils bis Ende Mai für das folgende Akademisjahr.
  • Offizielle Seite: sbfi.admin.ch — Bundes-Exzellenz-Stipendien

3. Schweizerische Studienstiftung

Die Schweizerische Studienstiftung unterstützt besonders begabte und gesellschaftlich engagierte Studierende aus der ganzen Schweiz. Sie ist primär ein Netzwerk der ideellen Förderung — Seminare, Mentoring, internationale Austauschprogramme. Finanzielle Stipendien erhalten nur ein Teil der aufgenommenen Mitglieder.

Wichtigste Förderangebote

  1. Ideelle Förderung: Interdisziplinäre Seminare, Mentoringnetzwerk, Zugang zu Partnerprogrammen weltweit — ohne direkte monatliche Zahlung.
  2. Werner Siemens Fellowships: Für Bachelor- und Masterstudierende in MINT-Fächern, Humanmedizin und Pharmazie. Neun Fellowships pro Jahr, Vergabe ausschließlich intern über die Stiftung.
  3. Geissbühler Exzellenzstipendien: Für MINT-Studierende an ETH Zürich und Universität Bern mit herausragenden Studienleistungen, finanziert durch die Bärbel und Paul Geissbühler Stiftung.
  4. Ernst Göhner Stipendien: Für Kunststudierende und Studierende des Lehramts — hier ist keine vorherige Aufnahme in die Studienstiftung erforderlich.
  5. Internationale Förderung: Für ein- bis zweijährige Auslandsstudienaufenthalte oder Forschungsaufenthalte, offen für alle Fachrichtungen.

Aufnahme: Nominierung durch Professorinnen, Gymnasiallehrkräfte oder anerkannte Stipendiengeber. Eine Direktbewerbung ist in den meisten Programmen nicht möglich.

4. Hochschulspezifische Stiftungen und Fonds

Nahezu jede Schweizer Hochschule verfügt über ein Portfolio an Stiftungen und Fonds, das für Studierende in finanziellen Notlagen oder mit außergewöhnlichen Leistungen zugänglich ist. Diese Angebote sind oft nicht öffentlich ausgeschrieben — gezielte Nachfrage bei der Studienberatung ist entscheidend.

ETH Zürich und Universität Zürich (UZH)

Mehrere Fonds unterstützen ausländische Studierende, die von staatlichen Programmen ausgeschlossen sind und ihr Studium nicht ausschließlich durch Erwerbstätigkeit oder Familienunterhalt finanzieren können. Die vollständige Liste ist über das stipendium.ch-Stiftungsverzeichnis mit Filter «ETH Zürich» oder «Universität Zürich» abrufbar.

Universität Bern

Bewerbungsunterlagen für Stiftungsstipendien müssen in der Regel bis zum 31. Mai (Herbstsemesterzyklus) beim Generalsekretariat eingereicht werden. Vollständige Informationen unter unibe.ch — Stiftungen und Fonds.

Herbert Maissen-Stiftung

Speziell für Absolventinnen und Absolventen des Zweiten Bildungswegs, die ein Studium an Schweizer Universitäten, der ETH Zürich oder der EPFL aufnehmen. Bewerbung direkt über die Stiftung.

Praxis-Tipp: Hochschulfonds werden häufig erst auf Anfrage vergeben. Wer eine Studienberatung aufsucht und explizit nach internen Notfall- oder Leistungsfonds fragt, hat deutlich bessere Chancen als jemand, der passiv auf eine öffentliche Ausschreibung wartet.

5. Stipendien Schweiz Datenbank: stipendium.ch und weitere Portale

Für die eigenständige Suche nach passenden Stiftungen und Fonds stehen mehrere Portale zur Verfügung:

  1. stipendium.ch — Stipendiendatenbank
    Die umfassendste Stipendiendatenbank der Schweiz. Tägliche Aktualisierung, Filterfunktionen nach Kanton, Fachrichtung, Zielgruppe (z. B. Herkunft, Religion, Beruf der Eltern) und Ausbildungsart. Geeignet für alle Bildungsstufen, nicht nur Hochschulen. Mehr als die Hälfte aller privaten Stipendien werden nicht primär nach Studiengang, sondern nach persönlichen Merkmalen wie Wohnort oder Familiengeschichte vergeben.
  2. swissuniversities.ch — Grants and Scholarships
    Der Dachverband der Schweizer Hochschulen listet Förderangebote spezifisch für Hochschulstudierende und -forschende.
  3. stipendien.educa.ch
    Die offizielle EDK-Plattform mit dem Adressverzeichnis aller kantonalen Stipendienstellen und Verlinkung auf kantonale Informationsseiten.
  4. StudySmart.ch
    Aggregiert Stipendienmöglichkeiten für Studierende in der Schweiz und bietet Bewerbungstipps.

6. Weitere Quellen: SNF, Rotary und Incoming-Studierende aus dem DACH-Raum

SNF — Schweizerischer Nationalfonds

Der SNF (Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) finanziert primär Forschungsprojekte und -gruppen sowie Karriereentwicklungsprogramme für Nachwuchsforschende. Für individuelle Masterstudierende ist der SNF nicht die richtige Anlaufstelle. Relevant sind:

  • SNSF Eccellenza: Für hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die eine Professur anstreben.
  • Doc.CH: Stipendien für Doktorierende in den Geistes- und Sozialwissenschaften mit Heiminstitution in der Schweiz.

Rotary Foundation

Die Rotary Foundation vergibt Rotary Peace Fellowships und unterstützt internationale Austauschprojekte. Bewerbungen laufen über den jeweiligen lokalen Rotary-Distrikt; eine Nominierung durch ein Mitglied ist in der Regel Voraussetzung.

Stipendien aus Deutschland für ein Studium in der Schweiz

DAAD-Stipendien für Studienaufenthalte im Ausland schließen die Schweiz ein. Zusätzlich listet studieren-in-der-schweiz.de spezifische Fördermöglichkeiten für deutsche Staatsangehörige auf.

Wer eine Promotion in Deutschland oder Österreich dem Schweizer Weg vorzieht, findet in unserem Überblick zu Stipendien für Studierende in Österreich 2026 eine direkte Parallelressource für den österreichischen Markt.

7. In 5 Schritten zur erfolgreichen Stipendienbewerbung in der Schweiz

  1. Anspruchsberechtigung klären. Wohnsitzkanton der Eltern, Aufenthaltsdauer in der Schweiz, Staatsangehörigkeit und angestrebte Ausbildungsstufe (Bachelor, Master, Doktorat) legen fest, welche Quellen infrage kommen. Wer unsicher ist, kann sich direkt an die kantonale Stipendienstelle wenden — eine Voranfrage ist kostenlos und unverbindlich.
  2. Kantonale Stipendienstelle als ersten Schritt kontaktieren. Die EDK-Plattform stipendien.educa.ch enthält alle Kontaktdaten. Fristen variieren je nach Kanton — einige verlangen den Antrag noch vor Semesterbeginn.
  3. Stipendiendatenbank durchsuchen. Parallel die stipendium.ch-Datenbank nach Wohnkanton, Fachrichtung und persönlichen Merkmalen filtern. Besonders ergiebig: Stiftungen, die nach Herkunftsort der Familie oder Beruf der Eltern vergeben.
  4. Hochschuleigene Fonds anfragen. Studienberatung an der eigenen Hochschule aufsuchen und explizit nach internen Notfall- und Leistungsfonds fragen. Der Bewerbungsfristen-Kalender 2026/27 für den DACH-Raum hilft, alle relevanten Termine im Blick zu behalten.
  5. Bewerbungsunterlagen sorgfältig aufbereiten. Standardbestandteile sind: Motivationsschreiben, tabellarischer Lebenslauf, aktueller Notenausweis und mindestens ein Empfehlungsschreiben. Wer gleichzeitig an einer Abschlussarbeit schreibt, findet strukturierte Hilfe im vollständigen Leitfaden zur Bachelorarbeit — von der Themenfindung bis zur Abgabe.

Häufige Fragen zu Stipendien in der Schweiz (FAQ)

Gibt es in der Schweiz ein Äquivalent zu BAföG?

Nein. Ein einheitliches nationales Ausbildungsförderungsgesetz wie das deutsche BAföG existiert in der Schweiz nicht. An seiner Stelle stehen die kantonalen Ausbildungsbeiträge, die von den 26 Kantonen nach eigenen Richtlinien vergeben werden. Beträge, Einkommensgrenzen und Antragsverfahren variieren erheblich von Kanton zu Kanton.

Können Deutsche und Österreicher in der Schweiz Stipendien beantragen?

EU- und EFTA-Bürgerinnen und -Bürger — also auch Deutsche und Österreicher — haben nach mindestens fünf Jahren Wohnsitz in der Schweiz Anspruch auf kantonale Ausbildungsbeiträge. Ohne diesen Wohnsitz sind private Stiftungen (Suche über stipendium.ch) und internationale Programme wie DAAD-Auslandsstipendien die wichtigsten Wege. Das ESKAS-Programm richtet sich ausschließlich an Forschende auf Doktorats- und Postdoktoratsebene.

Wie viele Stiftungen gibt es in der Schweiz, die Bildung fördern?

Die Schweiz verfügt über rund 13.000 Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von schätzungsweise CHF 100 Milliarden. Ein erheblicher Teil davon fördert Bildung, Forschung und Kultur. Hinzu kommen kantonale Ausbildungsbeiträge in Höhe von zusammen rund CHF 350 Millionen pro Jahr sowie hochschuleigene Fonds. Die durchsuchbare Datenbank von stipendium.ch erfasst den Großteil dieser Anbieter mit täglich aktualisierten Einträgen.

Wer vergibt die ESKAS-Stipendien und für wen sind sie geeignet?

ESKAS steht für die Eidgenössische Stipendienkommission für ausländische Studierende, die beim SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) angesiedelt ist. Die Stipendien richten sich an ausländische Forschende auf Doktorats- und Postdoktoratsebene sowie an Kunstschaffende. Für reguläres Bachelor- und Masterstudium sind sie nicht vorgesehen. Bewerbungen laufen über die Schweizer Botschaft im Heimatland und werden auf der Plattform GO-ESKAS eingereicht.

Was ist der beste Startpunkt für die Stipendiensuche in der Schweiz?

Der empfohlene Einstieg hängt von der persönlichen Situation ab. Schweizer Staatsangehörige und EU/EFTA-Personen mit langem Wohnsitz beginnen bei der kantonalen Stipendienstelle (stipendien.educa.ch). Wer gezielt nach Stiftungsförderung sucht, nutzt die Datenbank auf stipendium.ch. Internationale Forschende auf Doktoratsebene schauen zuerst auf die ESKAS-Seite des SBFI. Parallel lohnt sich immer eine Rückfrage bei der Studienberatung der eigenen Hochschule nach internen Fonds.

Bis wann muss man sich für kantonale Stipendien in der Schweiz bewerben?

Die Fristen variieren je nach Kanton erheblich. Einige Kantone verlangen den Antrag noch vor Semesterbeginn, andere akzeptieren ihn einige Wochen nach Semesterstart. Nachträgliche Anträge werden häufig nicht mehr berücksichtigt. Es empfiehlt sich, frühzeitig — idealerweise drei bis vier Monate vor Semesterbeginn — Kontakt zur kantonalen Stipendienstelle aufzunehmen. Die genauen Fristen stehen auf der jeweiligen Kantonswebsite, erreichbar über stipendien.educa.ch.

Abschlussarbeit parallel zum Stipendienantrag?

Viele Stipendienbewerbungen fallen genau in Phasen intensiver akademischer Arbeit — Semesterarbeiten, Bachelorarbeit, Masterarbeit. Tesify unterstützt Studierende im DACH-Raum dabei, strukturierte wissenschaftliche Texte effizienter zu verfassen: Gliederung, Argumentation, Zitierweise — alles im Rahmen der Hochschulrichtlinien und mit verantwortungsvollem KI-Einsatz.

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