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Promotionsstellen finden 2026: 20+ Jobbörsen & Plattformen für Doktoranden in Deutschland, Österreich & der Schweiz

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Promotionsstellen finden 2026: 20+ Jobbörsen & Plattformen für Doktoranden in Deutschland, Österreich & der Schweiz

Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz eine Promotionsstelle sucht, steht vor einem fragmentierten Markt: Stellen werden über Universitätswebseiten, Fachportale, allgemeine Jobbörsen und internationale Plattformen ausgeschrieben — oft ohne zentrale Übersicht. Dieses Verzeichnis listet über 20 Plattformen mit jedem relevanten Detail, damit du 2026 keine passende Stelle verpasst.

Die Liste ist nach Plattformtyp geordnet: von den spezialisierten Wissenschaftsbörsen über internationale Portale bis zu Österreich- und Schweiz-spezifischen Ressourcen. Für jede Plattform findest du Schwerpunkt, typische Stellenzahl, Besonderheiten und den direkten Link. Das Verzeichnis wird als zitierfähige Ressource gepflegt — Doktoranden-Betreuende, Graduiertenschulen und Bewerbungscoaches können es frei verwenden.

Kurz & klar: Die wichtigsten Plattformen für Promotionsstellen in Deutschland sind academics.de, jobs.zeit.de, EURAXESS und der Hochschulkompass. Für die Schweiz lohnt sich zusätzlich jobs.ch und das ETH-Jobportal, für Österreich jobs.univie.ac.at und das AMS-Portal. Eine strukturierte Promotion — Voraussetzungen, Ablauf und Finanzierungswege — erklärt unser Leitfaden zur Promotion in Deutschland.

1. Spezialisierte Wissenschaftsbörsen (DACH)

Diese Plattformen richten sich ausschließlich oder schwerpunktmäßig an Wissenschaftler und Doktoranden im deutschsprachigen Raum. Sie bieten die höchste Stellendichte für akademische Positionen.

Plattform Schwerpunkt Typische Stellenzahl Besonderheit
academics.de Wissenschaft, Forschung, Hochschule 700+ Inserate/Monat Jobalert per E-Mail, Gehaltsangaben, Arbeitgeberprofil
jobs.zeit.de Hochschule, Forschung, freie Wirtschaft 500–900 offene Stellen Starke Sichtbarkeit bei Arbeitgebern, renommierter Verlag
Hochschulkompass (HRK) Promotionsprogramme & -möglichkeiten Datenbank aller deutschen Hochschulen Offizielle Datenbank der Hochschulrektorenkonferenz, kostenlos
jobvector.de MINT, Medizin, Life Sciences 50–100 Doktorandenstellen Fachfilter für Naturwissenschaften sehr detailliert
wissenschaftsjobs.de Alle akademischen Fächer 300–600 Anzeigen Direkt von Hochschulen und Forschungseinrichtungen inseriert
Hochschulstellen.de Hochschule, Forschung 200–400 Stellen RSS-Feed verfügbar, gut für automatisches Monitoring
myScience.de Naturwissenschaften, Ingenieurwesen 200–500 Einträge Aggregiert aus mehreren Quellen, mehrsprachig

Der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz ist besonders für die Suche nach strukturierten Promotionsprogrammen geeignet: Die Datenbank zeigt alle offiziell anerkannten Promotionsmöglichkeiten nach Fach, Hochschule und Bundesland.

2. Internationale Plattformen

Viele Promotionsstellen an deutschen Hochschulen werden auch international ausgeschrieben — vor allem in Projekten mit EU-Förderung oder wenn ein englischsprachiges Umfeld gewünscht ist. Diese Portale lohnen sich besonders für MINT-Fächer und Lebenswissenschaften.

Plattform Reichweite Besonderheit
EURAXESS (euraxess.ec.europa.eu) EU-weit Offizielles EU-Portal; Stellen mit Marie-Curie-Stipendien; kostenlos
PhDGermany (DAAD) International → Deutschland Kuratierte Datenbank strukturierter PhD-Programme; englischsprachig; von DAAD betrieben
Academic Positions (academicpositions.de) Europa 500+ PhD-Positionen; gut für englischsprachige Programme an deutschen Unis
FindAPhD (findaphd.com) International Schwerpunkt Naturwissenschaften; guter Filter für Deutschland/DACH
ResearchGate Jobs Global Netzwerk + Stellenmarkt kombiniert; Stellen oft direkt von Betreuern gepostet
LinkedIn (Suchfilter “PhD” + “Germany”) Global Nützlich für Industrie-Promotionen (BMW, Bosch, SAP etc.)

Das PhDGermany-Portal des DAAD richtet sich primär an internationale Bewerber, ist aber auch für deutschsprachige Doktoranden nützlich — vor allem wenn du ein strukturiertes Programm mit englischsprachigem Umfeld suchst.

3. Plattformen für Österreich & Schweiz

Die Promotionskultur in Österreich und der Schweiz unterscheidet sich von Deutschland: In Österreich ist das Doktoratsstudium formal ein Studiengang, in der Schweiz werden Doktoranden meist als Angestellte der Universität beschäftigt. Die folgenden Plattformen sind landesspezifisch relevant.

Österreich

Plattform Besonderheit
jobs.univie.ac.at (Universität Wien) Direkt aus dem HR-System der größten österreichischen Universität
TU Wien Karriereportal Technische Doktoratsstellen, oft mit FWF-Förderung
AMS Jobnet (ams.at) Allgemeiner Arbeitsmarkt; Suche “Doktorat” oder “Universitätsassistent”
FWF Stellenportal (fwf.ac.at) Stellen aus FWF-geförderten Projekten; hoch kompetitiv, gut dotiert

Schweiz

Plattform Besonderheit
jobs.ethz.ch (ETH Zürich) Direktportal der ETH; viele drittmittelfinanzierte Doktoratsstellen
jobs.epfl.ch (EPFL Lausanne) Technisch-naturwissenschaftlich, oft englischsprachig
jobs.ch / jobup.ch Allgemeiner Schweizer Stellenmarkt; Suche “Doktorat” oder “PhD”
SNF-Projektdatenbank (snf.ch) Schweizer Nationalfonds-Projekte; Kontakt zu Projektleitern für Doktoratsstellen
Tipp Schweiz: An Schweizer Universitäten werden Doktoranden in der Regel als Angestellte auf einer 80–100%-Stelle beschäftigt und erhalten ein Gehalt (oft 47.000–52.000 CHF/Jahr an der ETH). Bewirb dich direkt beim Betreuer — viele Stellen werden gar nicht ausgeschrieben.

4. Allgemeine Jobbörsen mit Doktoranden-Filter

Allgemeine Jobbörsen sind besonders für Industrie-Promotionen und Stellen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen (Fraunhofer, Helmholtz, Max-Planck) relevant. Nutze hier präzise Suchbegriffe.

Plattform Empfohlene Suchbegriffe Stärke
StepStone “Doktorand”, “Promotionsstelle”, “PhD” Großunternehmen & Beratungen mit kooperativer Promotion
Indeed “Doktorandenstelle” OR “PhD position” Aggregiert Hochschulwebseiten; breite Abdeckung
Xing Jobs “Doktorand” + Fachbereich DACH-fokussiert; Netzwerk für Direktkontakt
Glassdoor “PhD” + Unternehmensname Gehaltstransparenz; nützlich für Unternehmensrecherche

5. Institutionelle & Fachbereichs-Portale

Außeruniversitäre Forschungsorganisationen und Fachgesellschaften betreiben eigene Stellenmärkte. Diese sind häufig nicht auf allgemeinen Jobbörsen gelistet und werden nur von Insidern regelmäßig gecheckt.

Organisation / Portal Typ Besonderheit
Max-Planck-Gesellschaft (jobs.mpg.de) Grundlagenforschung Eigenes Karriereportal; International Max Planck Research Schools (IMPRS)
Helmholtz-Gemeinschaft (helmholtz.de/karriere) Großforschung 18 Zentren, eigenes Graduiertennetzwerk (Helmholtz Research School)
Fraunhofer-Gesellschaft (karriere.fraunhofer.de) Angewandte Forschung Industriekooperationen; oft kooperative Promotionen mit Unternehmen
Leibniz-Gemeinschaft (leibniz-gemeinschaft.de/karriere) Interdisziplinäre Forschung 97 Institute; breite Fächerabdeckung inkl. Sozial- und Geisteswissenschaften
DFG-Graduiertenkolleg-Datenbank Strukturierte Promotion Über 200 aktive DFG-Graduiertenkollegs mit Stipendienplätzen und Stellen

Wer eine strukturierte Promotion in einem DFG-Graduiertenkolleg anstrebt, findet alle Informationen zur Bewerbung und den Förderleistungen in unserem Leitfaden Graduiertenkolleg Deutschland.

6. Stipendien als Alternative zur Stelle

Nicht jede Promotion läuft über eine bezahlte Stelle. Stipendien des DAAD, der Begabtenförderwerke (Studienstiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung etc.) oder der DFG bieten in vielen Fällen mehr Flexibilität und oft auch eine bessere Nettovergütung als eine halbe Wissenschaftlerstelle — dafür ohne Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers.

Stipendienplattformen für Doktoranden:

  • DAAD-Stipendiendatenbank — alle DAAD-Programme für In- und Ausländer: daad.de/stipendiendatenbank
  • Stipendienlotse (BMBF) — bundesweite Datenbank aller staatlich anerkannten Programme: stipendienlotse.de
  • e-fellows.net — Begabtenförderung + Stellenmarkt kombiniert
  • DFG-Graduiertenstipendien — über Graduiertenkollegs und Forschungsgruppen

Für den DAAD-Bewerbungsprozess und die nötigen Unterlagen empfehlen wir unseren vollständigen DAAD-Stipendium Leitfaden 2026.

7. Profi-Suchtipps für 2026

Suche nicht nur nach “Promotionsstelle”

Viele Stellen werden als “Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)” oder “Research Associate” ausgeschrieben, ohne das Wort “Promotion” explizit zu nennen. Erweitere deine Suchanfragen um:

  • “Wissenschaftlicher Mitarbeiter” + Fachgebiet
  • “Doktorand” OR “PhD student” + Universität/Institut
  • “E13 50%” — das typische Gehaltsniveau einer Halbstelle für Doktoranden im TVöD
  • “Drittmittelprojekt” + Fachrichtung

Google Scholar Alerts für Betreuer

Richte Google Scholar Alerts für potenzielle Betreuer ein. Wenn jemand häufig publiziert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass bald ein neues Projekt und eine Stelle folgen — oft bevor diese offiziell ausgeschrieben werden.

Direktbewerbung und Networking

Ein erheblicher Teil der Promotionsstellen wird über persönliche Kontakte vergeben, die nie auf einer Jobbörse erscheinen. Konferenzbesuche, Kontakt zu Professoren nach Vorlesungen oder per E-Mail sowie die Mitarbeit in studentischen Forschungsprojekten erhöhen die Chancen deutlich.

RSS-Feeds und Jobalerts einrichten

Stelle für jede Plattform einen Jobalert mit deinen Suchbegriffen und Fachbereich ein. academics.de, jobs.zeit.de und EURAXESS bieten alle E-Mail-Benachrichtigungen an. So musst du die Seiten nicht täglich manuell prüfen.

Bewerbungsunterlagen vorbereiten

Für Promotionsstellen brauchst du in der Regel: akademischer Lebenslauf, Masterzeugnis (oder aktueller Notenauszug), Exposé (2–5 Seiten), zwei Referenzschreiben und ein Motivationsschreiben. Halte alle Dokumente auf aktuellem Stand, um schnell reagieren zu können. Mehr zu Voraussetzungen und typischen Bewerbungsunterlagen findest du in unserem Promotion-in-Deutschland-Leitfaden.

FAQ: Promotionsstellen finden in Deutschland

Wo findet man Promotionsstellen in Deutschland am besten?

Die effektivste Kombination ist: academics.de für die breiteste Abdeckung im deutschsprachigen Raum, EURAXESS für EU-geförderte Projekte, die Karriereportale von MPG, Helmholtz und Fraunhofer für außeruniversitäre Forschung sowie die direkte Suche auf den Institutionswebseiten der Zieluniversitäten. Ergänzend lohnt sich ein Jobalert auf jobs.zeit.de.

Wie viel verdient man auf einer Promotionsstelle in Deutschland?

Promotionsstellen an Universitäten werden in Deutschland in der Regel nach TVöD/TV-L E13 auf einer 50%- oder 65%-Stelle vergütet. Das ergibt netto circa 1.600–2.000 Euro monatlich je nach Bundesland und Berufsjahren. Außeruniversitäre Einrichtungen wie Max-Planck oder Fraunhofer zahlen teilweise besser. Stipendien der Begabtenförderwerke liegen bei rund 1.350 Euro/Monat (Grundbetrag + Sachkostenpauschale), sind aber sozialversicherungsfrei.

Kann man ohne Stellenausschreibung promovieren?

Ja. Die sogenannte Individualpromotion — auch “freie Promotion” — ist in Deutschland der häufigste Weg. Dabei einigst du dich direkt mit einem Professor auf ein Thema und wirst als externer Doktorand oder auf einer halben Stelle beschäftigt. Es gibt keine zentrale Ausschreibung; der Kontakt läuft über E-Mail, Konferenzen oder persönliche Empfehlungen. Die Jobbörsen in diesem Verzeichnis listen jedoch nur bezahlte Stellen und strukturierte Programme.

Was ist der Unterschied zwischen einer Promotionsstelle und einem Doktorandenstipendium?

Eine Promotionsstelle ist ein Beschäftigungsverhältnis: Du bist Angestellter der Hochschule oder Forschungseinrichtung, zahlst Sozialversicherungsbeiträge und baust Rentenansprüche auf. Ein Stipendium ist eine Förderung: Du erhältst Geld ohne Arbeitsverhältnis, musst keine Sozialabgaben zahlen, baust aber auch keine Rentenansprüche auf. Stipendiaten haben oft mehr Freiheit bei der Forschungsgestaltung, aber keine Arbeitnehmerrechte (kein Kündigungsschutz, kein Urlaubsanspruch nach Gesetz).

Wie lange dauert die Suche nach einer Promotionsstelle typischerweise?

Die Suchdauer variiert stark nach Fach und Strategie. In MINT-Fächern mit hoher Drittmittelquote finden viele Bewerber innerhalb von drei bis sechs Monaten eine Stelle. In Geistes- und Sozialwissenschaften kann die Suche länger dauern, da hier Stipendien und Individualpromotionen überwiegen. Wer frühzeitig Kontakt zu potenziellen Betreuern aufnimmt und Konferenzen besucht, verkürzt die Suchdauer erheblich.

Gibt es spezielle Jobbörsen für Doktoranden in Österreich und der Schweiz?

Für Österreich sind die direkten Karriereportale der großen Universitäten (Universität Wien, TU Wien, Uni Graz) sowie das FWF-Stellenportal die wichtigsten Anlaufstellen. Für die Schweiz sind jobs.ethz.ch und jobs.epfl.ch besonders relevant, da ETH und EPFL zu den forschungsintensivsten Institutionen Europas gehören. Ergänzend deckt EURAXESS beide Länder ab.

Promotionsstelle gefunden — und jetzt?

Sobald du eine Stelle oder ein Stipendium antrittst, beginnt die eigentliche Arbeit: Literaturrecherche, Exposé, Dissertation. Tesify hilft dir dabei, dein Schreiben zu strukturieren, Quellen zu verwalten und deinen Text auf wissenschaftliche Standards zu prüfen — damit du dich auf die Forschung konzentrieren kannst.

Lies auch: Stipendium Master Deutschland — alle Förderungen im Überblick


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