Wie vermeidet man Plagiate in der Bachelorarbeit? Schritt-für-Schritt 2026
Wie vermeidet man Plagiate in der Bachelorarbeit? Diese Frage beschäftigt fast jeden Studierenden — und das zu Recht. Ein Plagiatsfehler kann im schlimmsten Fall zur Aberkennung des Abschlusses führen. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Technik und konsequentem Vorgehen ist Plagiatsfreiheit gut erreichbar. Diese Anleitung zeigt dir genau, wie es geht.
Was ist ein Plagiat? Die vier Typen
Bevor wir zu den Schritten kommen: Du musst wissen, was als Plagiat gilt. Es gibt vier Haupttypen:
- Wörtliches Plagiat: Text direkt übernommen ohne Anführungszeichen und Quellenangabe
- Paraphrasen-Plagiat: Umformulierter Text ohne Quellenangabe — einer der häufigsten Fehler
- Strukturplagiat: Übernahme der Argumentationsstruktur ohne Quellenangabe
- KI-Plagiat (neu 2026): Unreflektierte Übernahme von KI-generiertem Text ohne Deklaration
Schritt 1: Quellen von Anfang an dokumentieren
Der wichtigste Schritt zur Plagiatsvermeidung beginnt vor dem Schreiben: Lege ein systematisches Quellenmanagement an.
- Notiere beim Lesen jeder Quelle sofort: Autor, Jahr, Titel, Verlag, Seitenzahl
- Verwende ein Literaturverwaltungsprogramm (Citavi, Zotero, Tesify) von Anfang an
- Markiere in deinen Notizen klar, was ein direktes Zitat ist und was deine eigene Zusammenfassung
- Lege für jede Quelle eine eigene Karteikarte oder Notiz an
Schritt 2: Richtig zitieren — direkt und indirekt
Für direkte Zitate (wörtliche Übernahmen) gilt:
- Text in Anführungszeichen setzen
- Quellenangabe unmittelbar dahinter oder in der Fußnote
- Ausslassung von Textstellen durch […] kennzeichnen
- Änderungen am Text durch eckige Klammern markieren: [Hervorhebung durch den Verf.]
Für indirekte Zitate (sinngemäße Übernahme):
- “Vgl.” vor der Quellenangabe (bei APA: normale Quellenangabe ohne “vgl.”)
- Quellenangabe direkt nach der paraphrasierten Passage
- Nie mehr als zwei aufeinanderfolgende Sätze paraphrasieren ohne erneute Quellenangabe
Mehr zur korrekten Zitiertechnik findest du in unserem Leitfaden Wie zitiert man richtig nach APA.
Schritt 3: Korrekt paraphrasieren
Paraphrasieren ist keine Umformulierung Wort für Wort — das wäre immer noch ein Plagiat. Echtes Paraphrasieren bedeutet:
- Text verstehen und zur Seite legen
- Den Kerngedanken in eigenen Worten formulieren
- Erst danach nachprüfen, ob der Sinn korrekt wiedergegeben wurde
- Quellenangabe direkt dahinter setzen
Schritt 4: KI-Nutzung transparent deklarieren
Ab 2025/2026 ist die Deklaration von KI-Tools an den meisten deutschen Hochschulen Pflicht. So geht’s richtig:
- Liste alle verwendeten KI-Tools im Anhang auf (Name, Version, Datum, Verwendungszweck)
- Beschreibe, wie du die KI genutzt hast (z.B. “Für erste Gliederungsvorschläge”)
- Füge eine Erklärung ein, dass der finale Text eigenständig verfasst wurde
- Nutze Tools wie Tesify, die direkte Deklarationshilfen bieten
Schritt 5: Plagiatsprüfung vor der Abgabe
Führe mindestens eine Plagiatsprüfung durch, bevor du abgibst:
- Nutze die integrierte Plagiatsprüfung von Tesify
- Prüfe bei auffälligen Passagen zusätzlich mit einem zweiten Tool
- Ziel: Gesamtübereinstimmungsrate unter 15 % (je nach Hochschule unterschiedlich)
- Direkte Zitate in Anführungszeichen werden von guten Tools nicht als Plagiat gewertet
Empfohlene Tools
| Tool | Funktion | Kosten |
|---|---|---|
| Tesify | Plagiatsprüfung + Literaturverwaltung + Schreiben | Kostenlos / ab 9 €/Monat |
| Citavi | Literaturverwaltung | Kostenlos für Studierende (Uni-Lizenz) |
| Zotero | Literaturverwaltung | Kostenlos |
| PlagScan / Turnitin | Plagiatsprüfung | Kostenpflichtig |
Tesify ist auch auf Englisch und Portugiesisch verfügbar — ideal wenn du mit internationalen Quellen arbeitest.
Häufig gestellte Fragen
Ab welcher Plagiatsprozent ist eine Arbeit durchgefallen?
Es gibt keine einheitliche Grenze. Die meisten Hochschulen prüfen qualitativ — auch 5 % können problematisch sein, wenn bewusst plagiiert wurde. Als Richtwert gilt: Unter 15 % Gesamtübereinstimmung (ohne direkte Zitate) ist in der Regel unbedenklich. Wichtiger ist, dass alle Übernahmen korrekt gekennzeichnet sind.
Ist Selbstplagiat erlaubt?
Nein. Auch die Übernahme eigener früherer Texte ohne Quellenangabe gilt als Plagiat. Falls du eigene frühere Arbeiten verwendest, musst du diese als Quelle angeben und darfst sie nicht eins zu eins übernehmen.
Wird KI-generierter Text als Plagiat erkannt?
Moderne Plagiatsprüfungssysteme wie TurnItIn haben KI-Detektionsmodule, die KI-generierten Text mit hoher Zuverlässigkeit erkennen. Ab 2026 ist KI-Detektion Standard an deutschen Hochschulen. Deklaration und eigene Nachbearbeitung sind daher unerlässlich.
Wie viele Quellen brauche ich für eine Bachelorarbeit?
Als Richtwert gelten 25–60 Quellen für eine Bachelorarbeit, je nach Umfang und Fachbereich. Wichtiger als die Menge ist die Qualität: Primärliteratur, peer-reviewte Artikel und aktuelle Forschungsbeiträge haben mehr Gewicht als Sekundärquellen oder Webseiten.
Reicht es, am Ende zu paraphrasieren?
Nein. Paraphrasierung ersetzt nicht die Quellenangabe — sie macht die Quellenangabe nur eleganter. Jede übernommene Idee, ob wörtlich oder paraphrasiert, muss mit einer Quellenangabe versehen werden. Das Weglassen der Quellenangabe ist auch bei Paraphrasen ein Plagiat.
Plagiatsfrei durch die Bachelorarbeit mit Tesify
Tesify prüft deine Abschlussarbeit auf Plagiate, hilft beim korrekten Zitieren und verwaltet alle deine Quellen automatisch. Die integrierte Plagiatsprüfung gibt dir Sicherheit vor der Abgabe.




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