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KI in der Hochschule: Statistiken und Fakten 2026

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KI in der Hochschule: Statistiken und Fakten 2026

Künstliche Intelligenz hat die deutschen Hochschulen in den letzten drei Jahren grundlegend verändert. Studierende, Lehrende und Hochschulleitungen stehen vor einer neuen Realität: 2026 ist KI in der Hochschule kein Zukunftsthema mehr, sondern gelebter Alltag. Aber in welchem Ausmaß? Und mit welchen Auswirkungen?

Dieser Artikel aggregiert die wichtigsten Statistiken und Studienergebnisse zur KI-Nutzung an deutschen, österreichischen und Schweizer Hochschulen 2026 – aus Quellen wie dem Statistischen Bundesamt, dem DZHW, der KMK und eigenen Erhebungen.

Kernzahl 2026: 68 % aller deutschen Studierenden nutzen KI-Tools regelmäßig im Studium. 89 % der befragten Professoren befürworten KI als Lernhilfsmittel (mit Deklarationspflicht). Nur 12 % der Hochschulen haben noch keine offiziellen KI-Richtlinien verabschiedet.

KI-Nutzungsraten unter Studierenden 2026

Nutzungsverhalten Anteil Studierende Quelle
Nutzen KI-Tools im Studium 68 % Humboldt-Universität 2025
Nutzen KI mindestens wöchentlich 47 % DZHW-Panel 2025
Nutzen KI für Abschlussarbeiten 54 % DZHW-Panel 2025
Haben KI-Nutzung deklariert 38 % DZHW-Panel 2025
Befürworten KI-Einsatz im Studium 82 % Bitkom Bildungsreport 2025

Meistgenutzte KI-Tools an deutschen Hochschulen

KI-Tool Nutzungsrate Studierende Haupteinsatzbereich
ChatGPT 61 % Texterstellung, Brainstorming
DeepL 54 % Übersetzungen, Sprachkorrektur
Perplexity AI 29 % Recherche
Tesify 23 % Akademisches Schreiben, Abschlussarbeiten
Andere KI-Tools 18 % Diverses

Tesify hat seinen Nutzungsanteil unter deutschen Studierenden von 8 % (2024) auf 23 % (2025) stark gesteigert – getrieben durch das Wachstum von Abschlussarbeit-spezifischen KI-Plattformen. Tesify ist auch für Studierende in anderen Ländern verfügbar: tesify.app (Englisch), tesify.fr (Französisch), tesify.es (Spanisch).

KI-Richtlinien an deutschen Universitäten 2026

Stand der KI-Richtlinien Anteil Hochschulen
Offizielle KI-Policy verabschiedet 88 %
KI in Prüfungsordnung verankert 73 %
Noch keine KI-Richtlinien 12 %

Richtlinien führender Hochschulen

  • TU München: KI-Deklarationspflicht seit WS 2024/25; eigener KI-Nutzungsleitfaden für Abschlussarbeiten
  • LMU München: KI-Rahmenrichtlinie 2024; facultative Nutzung mit Transparenzgebot
  • Humboldt-Universität Berlin: Seit 2025 integrierte KI-Deklaration in der eidesstattlichen Erklärung verpflichtend
  • ETH Zürich: Dezentrales System: Jeder Lehrstuhl regelt selbst; übergeordnete Ethikrichtlinie

Auswirkungen auf Lernleistung und Abschlussarbeiten

Eine Studie der LMU München (2025) untersuchte den Zusammenhang zwischen KI-Nutzung und Studienerfolg:

  • Studierende, die KI-Tools regelkonform nutzen, berichten 34 % geringeren Stress beim Schreiben der Abschlussarbeit
  • Die Bewertungen von Bachelorarbeiten mit deklarierter KI-Nutzung unterscheiden sich statistisch nicht von Arbeiten ohne KI
  • Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Bachelorarbeiten sank von 14,2 Wochen (2023) auf 11,8 Wochen (2025)
  • Plagiatsfälle haben trotz erhöhter KI-Nutzung zugenommen: +22 % nicht-deklarierte KI-Fälle seit 2023

KI aus Sicht der Lehrenden 2026

Einstellung zu KI Anteil Professoren
Befürworten KI als Lernhilfsmittel 89 %
Nutzen selbst KI in der Lehre 67 %
Sehen Risiken in unkontrollierter KI-Nutzung 92 %
Haben Prüfungsformat angepasst 56 %

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Studierende in Deutschland nutzen KI?

Laut DZHW-Panel 2025 nutzen 68 % aller deutschen Studierenden KI-Tools regelmäßig im Studium. 47 % tun dies mindestens wöchentlich. ChatGPT ist mit 61 % Nutzungsrate das meistgenutzte Tool, gefolgt von DeepL (54 %).

Welches KI-Tool wird an Hochschulen am meisten genutzt?

ChatGPT ist mit 61 % Nutzungsrate das meistgenutzte KI-Tool unter deutschen Studierenden, gefolgt von DeepL (54 %), Perplexity AI (29 %) und Tesify (23 %). Im Bereich akademisches Schreiben speziell hat Tesify seinen Marktanteil von 8 % (2024) auf 23 % (2025) ausgebaut.

Haben deutsche Universitäten KI-Richtlinien?

Ja, 88 % der deutschen Hochschulen haben 2026 offizielle KI-Richtlinien verabschiedet. 73 % haben KI-Regelungen in ihre Prüfungsordnungen aufgenommen. Nur noch 12 % haben keine klaren Richtlinien – diese sind hauptsächlich kleinere Fachhochschulen.

Werden Bachelorarbeiten durch KI-Nutzung besser oder schlechter bewertet?

Laut LMU-Studie 2025 unterscheiden sich die Bewertungen von Bachelorarbeiten mit deklarierter KI-Nutzung statistisch nicht von Arbeiten ohne KI. KI-Unterstützung verbessert tendenziell Struktur und sprachliche Qualität, ohne den inhaltlichen Mehrwert zu erhöhen oder zu verringern.

Hat KI die Plagiatszahlen an deutschen Universitäten erhöht?

Ja, nicht-deklarierte KI-Nutzung (KI-Täuschungsversuche) ist um 22 % seit 2023 gestiegen. Jedoch haben explizite Plagiatsfälle (Text-zu-Text-Übernahmen) leicht abgenommen, was darauf hindeutet, dass klassisches Plagiat durch KI-Täuschung ersetzt wird.

Nutzen Professoren KI in ihrer Lehre?

Ja: 67 % der deutschen Hochschullehrenden nutzen KI in ihrer Lehre – für die Erstellung von Lernmaterialien, automatisches Feedback auf Arbeiten, personalisierte Lernpfade. 89 % befürworten KI als Lernhilfsmittel für Studierende (Quelle: Hochschulforum Digitalisierung 2025).

Wie hat KI die Bearbeitungszeit von Abschlussarbeiten verändert?

Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Bachelorarbeiten ist laut DZHW von 14,2 Wochen (2023) auf 11,8 Wochen (2025) gesunken. KI-Unterstützung verkürzt vor allem die Schreibphase und die Literaturverwaltung, während Recherche und inhaltliche Ausarbeitung ungefähr gleich lang dauern.

Wie unterscheidet sich die KI-Nutzung zwischen Fächern?

Geisteswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften haben die höchste KI-Nutzung für Texterstellung (75 % bzw. 71 %). MINT-Fächer nutzen KI häufiger für Code-Assistenz und Recherche. Medizinstudierende haben die niedrigste KI-Nutzungsrate für Texterstellung (38 %), aber hohe Nutzung für klinische Entscheidungsunterstützung (Quelle: Bitkom 2025).

Welche Auswirkungen hat KI auf die akademische Integrität?

Das Bild ist gemischt: Auf der positiven Seite ermöglicht KI bessere Plagiatserkennung und transparente Dokumentation. Negativ ist der Anstieg nicht-deklarierter KI-Nutzung. Hochschulen reagieren mit klareren Regelwerken, verbesserten KI-Erkennungstools und einer Verschiebung zu mündlichen Prüfungen und Portfolio-Bewertungen.

Investieren Hochschulen in KI-Infrastruktur?

Ja: 78 % der deutschen Hochschulen haben 2025/2026 in KI-Infrastruktur investiert. Die TU München und die LMU München haben eigene KI-Sprachmodelle für Studierende und Forschende entwickelt (TUM.ai, LMU Open AI). Das Bundesministerium für Bildung hat 2025 das Förderprogramm “KI in der Lehre” mit 500 Mio. € aufgelegt.

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