Akademische Datenbanken für die Bachelorarbeit: JSTOR, Statista und mehr 2026
Wer für die Bachelorarbeit recherchiert, steht vor einer breiten Auswahl akademischer Datenbanken. Die Wahl der richtigen Datenbank ist entscheidend — nicht alle Quellen sind in jeder Datenbank verfügbar, und nicht alle Datenbanken eignen sich für jeden Fachbereich. Dieser Guide zeigt die wichtigsten akademischen Datenbanken für die Recherche 2026.
Wissenschaftliche Quellen findest du nicht auf Google — oder besser: nicht nur dort. Hochschuldatenbanken, Fachrepositorien und Statistikplattformen bieten Zugang zu Primärquellen, Peer-Review-Artikeln und Datensätzen, die Google Scholar nicht erfasst.
Google Scholar
Google Scholar ist der einfachste Einstieg für wissenschaftliche Recherche. Es durchsucht Millionen von wissenschaftlichen Artikeln, Büchern und Abschlussarbeiten aus aller Welt.
- Stärken: Breite Abdeckung, kostenlos, einfach zu bedienen, Zitationszähler
- Schwächen: Nicht alle Artikel frei zugänglich, Qualitätsfilterung begrenzt
- Best für: Ersten Überblick, Zitierhäufigkeit prüfen, verwandte Literatur finden
- Tipp: Nutze “Cited by” für Backward Citation Tracking
JSTOR
JSTOR ist ein Archiv für wissenschaftliche Zeitschriften — hauptsächlich Geistes- und Sozialwissenschaften. Viele ältere Artikel (vor 2000) sind exklusiv auf JSTOR verfügbar. Über deine Hochschulbibliothek hast du in der Regel kostenlosen Zugang.
- Stärken: Hochwertige Peer-Review-Artikel, Vollarchiv bis 1800s, stabile URLs
- Schwächen: Zugang oft nur über Hochschullizenz, keine Naturwissenschaften
- Best für: Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Geschichte, Philosophie
Statista
Statista ist die Plattform für Statistiken, Studien und Marktdaten. Für empirische Argumente in BWL, Wirtschaftswissenschaften oder Sozialwissenschaften liefert Statista zitierfähige Daten.
- Stärken: Tausende Statistiken sofort verfügbar, mit Quellenangaben, gute Visualisierungen
- Schwächen: Kein Peer-Review, Primärquellen müssen separat geprüft werden
- Best für: Marktdaten, wirtschaftliche Statistiken, Branchenüberblicke
- Zugang: Kostenlos begrenzt; viele Hochschulen haben Campuslizenzen
DBIS und Hochschuldatenbanken
Das Datenbank-Infosystem (DBIS) listet alle über die jeweilige Hochschule zugänglichen Fachdatenbanken. Jede Hochschule hat eigene Lizenzen — was an der TU München verfügbar ist, ist nicht automatisch an der FU Berlin verfügbar.
DBIS findest du über die Website deiner Hochschulbibliothek. Typische über DBIS zugängliche Datenbanken:
- Web of Science (Naturwissenschaften, Zitationsanalyse)
- Scopus (breit abgedeckte wissenschaftliche Artikel)
- PsycINFO (Psychologie und verwandte Fächer)
- Business Source Premier (BWL, Management)
- LexisNexis (Recht, Medien)
Fachspezifische Datenbanken
| Fach | Empfohlene Datenbanken |
|---|---|
| Medizin | PubMed, MEDLINE, Cochrane Library |
| Wirtschaft | SSRN, EconLit, Business Source Premier |
| Recht | Juris, Beck Online, LexisNexis |
| Informatik | ACM Digital Library, IEEE Xplore, arXiv |
| Sozialwissenschaften | JSTOR, Sociology Source Ultimate, SSOAR |
Open-Access-Repositorien
Für kostenlose Volltexte lohnt sich die Suche in Open-Access-Quellen:
- OAPEN — Open-Access-Bücher und Sammelwerke
- SSOAR — Sozialwissenschaftlicher Open Access
- OPUS-Repositorien der deutschen Hochschulen (Dissertationen und Hochschulpublikationen)
- arXiv — Preprints in Physik, Mathematik, Informatik, Wirtschaft
- Zenodo — EU-geförderter Open-Access-Speicher für alle Disziplinen
Verwandte Artikel: Deutsche Nationalbibliothek Recherche und OPUS Repositorium: Wissenschaftliche Arbeiten finden.
Recherchetipps für Studierende
- Kombination nutzen: Google Scholar für Überblick, JSTOR für geisteswissenschaftliche Tiefe, fachspezifische DB für aktuelle Forschung
- Hochschulbibliothek konsultieren: Informationsspezialist:innen zeigen dir unbekannte Datenbanken
- DOI und Permalink: Nutze immer stabile Links zum Zitieren
- Zotero oder Tesify: Quellen direkt beim Finden in die Literaturverwaltung eintragen
Häufig gestellte Fragen
Welche Datenbank ist am besten für die Bachelorarbeit?
Das hängt vom Fach ab. Für den ersten Überblick ist Google Scholar immer empfohlen. Für Geisteswissenschaften ist JSTOR zentral. Für Naturwissenschaften eignen sich Web of Science und Scopus. Für Wirtschaft: SSRN und Business Source Premier. Prüfe immer, was über deine Hochschule lizenzsiert ist.
Ist Google Scholar ausreichend für die Bachelorarbeit?
Google Scholar ist ein guter Startpunkt, reicht aber in den meisten Fächern nicht alleine aus. Es fehlen viele Artikel hinter Paywalls und fachspezifische Datenbanken haben bessere Filteroptionen. Kombiniere Google Scholar immer mit mindestens einer Fachdatenbank über deine Hochschule.
Darf man Statista-Daten in der Bachelorarbeit zitieren?
Ja, Statista-Daten sind zitierfähig. Wichtig: Zitiere immer die Originalquelle, die Statista angibt — nicht nur “Statista”. Wenn die Primärquelle eine Studie von Destatis oder einer Forschungseinrichtung ist, zitiere diese direkt, wenn zugänglich.
Wie komme ich kostenlos an Artikel hinter Paywalls?
Über deine Hochschulbibliothek (VPN-Zugang nutzen!), Open-Access-Repositorien (arXiv, SSOAR, OAPEN) und die “Fernleihe” über deine Bibliothek. Viele Autoren teilen Preprints auch direkt auf ResearchGate oder ihrer akademischen Profilseite.
Wie speichere ich gefundene Artikel am besten?
Nutze ein Literaturverwaltungsprogramm wie Zotero (kostenlos) oder Tesify. Importiere Artikel direkt aus Datenbanken — die meisten haben Export-Buttons für Zotero, BibTeX oder RIS. So hast du alle Quellen sofort korrekt erfasst und kannst sie später einfach zitieren.
Literatur verwalten und zitieren — mit Tesify
Tesify verbindet Literaturverwaltung mit KI-gestütztem Schreiben. Quellen erfassen, zitieren und schreiben — in einem Tool.




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